Start Kirchenkreis & Arbeitsbereiche Artikel: "Wo Du hingehst, da will ich auch hingehen."
"Wo Du hingehst, da will ich auch hingehen."
Foto: KK-OHL / Stefan Determann

"Wo Du hingehst, da will ich auch hingehen."

Das „Prinzip Ruth“ aus dem gleichnamigen Buch der Hebräischen Bibel nutzt Pfarrer Reinhard Kees gern als Vergleich und Begründung, warum es ihn von Neukölln nach Lychen, aber eigentlich ins Löwenberger Land verschlagen hat. Nach 12 Jahren als Afrikareferent im Berliner Missionswerk und einer Pfarrstelle in Neukölln, leben er und seine Frau, Pfarrerin Christiane Richter seit Ende Januar in Lychen, wo sie eine neue Pfarrstelle gefunden hat. Für die nächsten anderthalb Jahre wird Reinhard Kees das Pfarramt Löwenberger Land-Süd mit den Gemei

Das "Prinzip Ruth" hat sich schon einmal bewährt: "Wo Du hingehst, da will ich auch hingehen." So sagt es Ruth in dem nach ihr benannten Buch in der Hebräischen Bibel zu ihrer Schwiegermutter Noomi.

So habe ich es auch zu meiner Frau gesagt, als sie vor 12 Jahren von Marzahn nach Neukölln wechseln wollte. Ich war damals gerade Afrikareferent im Berliner Missionswerk und war also nicht fest an einen Ort gebunden. Und wir hatten eine gute Zeit in Neukölln. Als meine Stelle im Berliner Missionswerk nach 12 Jahren nicht noch einmal verlängert werden konnte, fand auch ich Arbeit im Kirchenkreis Neukölln. Ich war neben pastoralen Diensten in verschiedenen Gemeinden hauptsächlich für interkulturelle, interreligiöse und ökumenische Angelegenheiten zuständig.

Nun habe ich es wieder gesagt: "Wo Du hingehst, da will ich auch hingehen." Meine Frau, Christiane Richter, hat die Pfarrstelle in Lychen übernommen und ich bringe mich nun im Kirchenkreis Oberes Havelland ein: als Pfarrer für die Übergangszeit im Südbereich des Löwenberger Landes.

Ich kann mir gut vorstellen, wieder in die "ganz normale" Gemeindearbeit und "aufs Land" zurückzukehren. Ich bin ja selbst in einem Pfarrhaus im Ruppiner Land aufgewachsen und habe meine Jugend in einer Kleinstadt in der Prignitz verbracht. Ich kenne also das Land- und das Kleinstadtleben, wenn auch nur aus der Vergangenheit vor nunmehr 40 Jahren. Es war lediglich meine lange Zeit am Sprachenkonvikt, der Theologischen Ausbildungsstätte in Ost-Berlin, zunächst als Student, dann als Assistent und Studieninspektor, die dazu führte, dass ich in Berlin "hängen blieb" und die Gemeinde übernahm, in der ich schon Vikariat gemacht hatte.

Dort, in meiner ersten Stelle in der Kirchengemeinde Berlin-Baumschulenweg, habe ich 16 Jahre mit Begeisterung Gemeindearbeit gemacht. Besonders lag mir am Herzen, dass die Gemeindeglieder fähig werden, über den Glauben zu reden. Deshalb bin ich mit allen Kreisen und Gruppen gern zu sogenannten Rüstzeiten an Wochenenden und Ferien unterwegs gewesen und habe mit ihnen über Gott und die Welt nachgedacht.

Ich habe diese Stelle ja nur zugunsten des Berliner Missionswerkes aufgegeben, weil ich - neugierig wie ich nun mal bin - gern etwas Neues, etwas in Sachen Ökumene und Partnerschaft machen wollte. Aber wenn ich nicht gerade in Äthiopien, Tansania oder im Südlichen Afrika unterwegs war, habe ich mich sehr gern ehrenamtlich in meiner späteren Heimatgemeinde in Rixdorf (Neukölln) vor allem bei den verschiedenen Gottesdienst-Themenreihen eingebracht. So habe ich den "Draht" zur Gemeindearbeit und zu den anderen Themen der Theologie neben Mission und Ökumene nie verloren.

In meiner ehrenamtlichen Arbeit in der Orthodoxie und bei meiner Arbeit in der Ökumene Afrikas habe ich allerlei interkulturelle und interreligiöse Erfahrungen sammeln können. Diese konnte ich in die Arbeit des Interkulturellen Zentrums Genezareth, für das ich bis 2021 verantwortlich war, einbringen.

Als Afrikareferent bin ich nicht nur in Afrika unterwegs gewesen, sondern habe auch zu besonderen Gottesdiensten zahlreiche Gemeinden in unserer Landeskirche und darüber hinaus zu Missionsfesten, Partnerschaftsfesten, Entsendungen von Freiwilligen und senior experts besucht und dort Gottesdienste geleitet. Dabei habe ich gelernt, mich auf "fremde" Gemeinden einzustellen. Insofern konnte ich mich auf Vertretungsdienste in verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises Neukölln gut einlassen - und tue es nun wieder.

Als ich Pfarrer des Kirchenkreises Neukölln wurde und die interkulturelle und interreligiöse Arbeit übernahm, wurde ich den Gemeinden des Pfarrsprengel Nordwest-Neukölln pastoral zugeordnet. Wenn ich nicht selbst mit Gottesdienst "dran" war, musste ich mich oftmals entscheiden: "Gehe ich zum Gottesdienst in meine (Privat-)Gemeinde oder in meine (Dienst-)Gemeinde?" Das hatte ich vorher so nicht gekannt. In meiner Baumschulenweger Zeit lebte ich in der Gemeinde, in der ich auch arbeitete. Ich arbeitete also, wo ich auch lebte. Während der Zeit im Berliner Missionswerk war der private Wohnsitz eindeutig unterschieden von dem Dienst in der Landeskirche und in der weiten Welt.

Das wird nun wieder so sein. Das Löwenberger Land - zumal der Südbereich - ist ja auch für Uckermärkische und Oberhavelländische Verhältnisse nicht "um die Ecke". Um die Fahrkosten nicht allzu sehr in die Höhe zu treiben und vor allem um die Umwelt nicht allzu sehr zu belasten, werde ich voraussichtlich an drei Tagen vor Ort sein (vielleicht mittwochs, freitags und natürlich sonntags). An den anderen Tage werde ich von Lychen aus arbeiten. Internet und Telefon machen es möglich, mich auch dort zu erreichen.

Ich freue mich auf eineinhalb Jahre mit Ihnen im Löwenberger Land und hoffe, mich mit meinen Erfahrungen, meinen Gaben und Interessen einbringen zu können. Sprechen Sie mich an, laden Sie mich ein, kommen Sie zu den Veranstaltungen und Gottesdiensten. So lernen wir einander am besten kennen.
Ihr Pfarrer Reinhard Kees
erstellt von Stefan Determann am 17.02.2022, zuletzt bearbeitet am 05.04.2024
veröffentlicht unter: Kirchenkreis & Arbeitsbereiche

Diese Information ist auch in der Newsliste des Kirchenkreises zu sehen.
Pfarrer Ralf Haska stellt sich in Lindow vor
Foto: KK-OHL / Stefan Determann
Großer Gottesdienst für die Gesamtkirchengemeinden Herzberg-Lindow
Ein großer und wichtiger Gottesdienst für Gesamtkirchengemeinde Herzberg-Lindow heute in der Stadtkirche Lindow. Pfarrer Ralf Haska stellte sich der Gemeinde vor. Er hat sich auf die...
alles lesen
Stellenangebot fürs Löweneberger Land
Die Ev. Kirchengemeinden Löwenberger Land Nord sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) „Mitarbeiterin/Mitarbeiter Verwaltung"
Die Ev. #Kirchengemeinde Löwenberger Land Nord sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin / einen Mitarbeiter in der Verwaltung! Bewerbungen sind bis zum 21. April...
alles lesen
Hier der vollständige Ausschreibungstext und alle weiteren Kontaktdaten
"Wie schöne stille Träume ..."
Freitag, 05.04.2024 in der St. Nicolai Kirche Oranienburg
In der Reihe "Klaviermusik im Kerzenschein" musizieren Leonie Maier (Violoncello) und Ilja Kulikov (Klavier). Zu hören sind Werke von Emilie Mayer, Clara und Robert Schumann und Johannes Brahms, Der Eintritt ist frei
Feierliche Einführung für Martin Doß in der Statkirche Velten
Foto: KK-OHL / Stefan Determann
Feierliche Einführung zu Palmarum auch in Velten für Pfarrer Martin Doß. Seinen ersten Gottesdienst in der Stadtkirche hat er schon im Januar gehalten. Damals war die Neugier...
alles lesen
Feierliche Einführung für Diakonin Johanna Baumunk in Templin
Foto: KK-OHL / Stefan Determann
Zum Palmsonntag hießen die Kirchengemeinde Templin, die Regionalkirchengemeinde Herzfelde und der Pfarrsprengel Lychen „ihre“ Diakonin nun auch offiziell herzlich in der Nordregion...
alles lesen
Bildmeditation zum Kreuzweg in Sachsenhausen
Foto: KK-OHL / Stefan Determann
Dein POV zum Kreuzweg in der gut besuchten Kirche Sachsenhausen am Samstag zur Passionsmusik und Andacht mit Meditation.
Musikalisch gestaltet vom Posaunenchor Sachsenhausen unter der Leitung...
alles lesen
Dein Point of View zum Ökumenischen Jugendkreuzweg.
Foto: KK-OHL / Stefan Determann
Zum 35. Mal fand er gestern ab 17 Uhr in Lindow statt. Immer am Freitag vor Karfreitag, seit 35 Jahren unter der Federführung von Gemeindepädagoge Dirk Bock.

Beginn und erste...
alles lesen
Tiersafari und Kinderkirchentag in Gransee am 21. April
Welche Tiere gibt es deiner Kirche? Eine Schleiereule, eine Kirchenmaus, einen Löwen oder gar einen Drachen?
Unsere Kirchen mal mit anderen Augen entdecken, das ist das Anliegen der Broschüre, die ab Mai überall zum Mitnehmen ausliegen wird. Darin bekommen die Tiere, die oft unbemerkt in...
alles lesen
Plakat für den Kinderkirchentag zum Ausdrucken
hochgeladen am: 20.03.2024
hochgeladen von: Stefan Determann
Dateigröße: 8.55 MB
APR
21
So, 21.04.2024, 10:15 - 15:00
Evangelische Kirche Gransee, 16775 Gransee, Kirchplatz
Der Frühling zieht alle Register!
Foto: Florian Lengle
Abschiedskonzert für die Germendorfer Orgel
Der diesjährige Orgelfrühling findet dieses Mal nur in der Schmachtenhagener Kirche statt, weil die Orgel in Germendorf restauriert wird. Sie befindet sich in einem schlechten Zustand und...
alles lesen
Ein Leib und viele Glieder
Zehdenick feiert die neue Gesamtkirchengemeinde
"Ein Leib, viele Glieder" - das passende Bild zum Festgottesdienst am vergangenen Sonntag in der Zehdenicker Winterkirche. Gefeiert wurde die Gründung der Evangelischen...
alles lesen
Reise durch das Land, in dem Jesus gelebt und gelehrt hat
Werkstatt zum Weltgebetstag am Samstag in Oranienburg - Palästina 2024: Friedensgebet wichtiger als je zuvor.
Beim Weltgebetstag 2024 geht es um eine „Reise durch das Land, in dem Jesus gelebt und gelehrt hat“, wie es in der Gottesdienstliturgie heißt. Eine Reise, die uns mitnimmt in ein...
alles lesen
Abschied nach 33 Jahren Dienst in Hammelspring
Pfarrer Dieter Rohde wurde am 28. Januar von Superintendent Uwe Simon in den Ruhestand verabschiedet. Aus allen Orten des früheren Pfarrsprengels kam die Gemeinde in der Hammelspringer Kirche...
alles lesen
Die neue Gemeinde freut sich auf ihren neuen Pfarrer
Im vergangenen Jahr haben sich die beiden Kirchengemeinden Marwitz und Velten zur Kirchengemeinde Marwitz-Velten zusammengeschlossen. Nun konnten sie auch ihren neuen Pfarrer begrüßen - nur wenige Wochen nach dem Weggang von Pfarrerin Beate Klostermann-Reimers. Ein Glücksfall für die Gemeinde und den Kirchenkreis insgesamt.
So war die Kirche entsprechend voll und die Neugier sicher auf beiden Seiten groß, als sich die Marwitzer und Veltener am vergangenen Sonntag zum eigentlich "ganz normalen...
alles lesen
Am Himmel strahlt ein Stern
Foto: Ulli Conradt / KK-OHL
Aus allen Himmelsrichtungen kam am vergangenen Samstag eine große Gemeinde in der Templiner Maria- Magdalenen-Kirche zusammen. Gefeiert wurde die Gründung der neuen Evangelischen Kirchengemeinde Templin. Neun ehemals selbstständige Kirchengemeinden bilden nun seit dem 1. Januar eine große Kirchengemeinde im Norden unseres Kirchenkreises.
Mit der Neugründung geht auch eine neue Zuordnung vieler Gemeinden einher. Dies einerseits, weil mit dem bevorstehenden Ruhestand von Pfarrer Dieter Rohde Ende Januar die Entschied fiel, die...
alles lesen
Weihnachten mit Gott in Frankreich
Einen kleinen Moment Sonnenschein gab es am Vormittag kurz vor dem Gottesdienst in Zernikow. „Weihnachten mit Gott in Frankreich“ am zweiten Weihnachtstag in der Dorfkirche Zernikow...
alles lesen
Der Wochenspruch zum Sonntag Jubilate

"Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." 2. Korinther-Brief, Kap. 5, Vers 17

Die guten NEWS#60 für Jubilate:
Gedanken zum Karfreitag 2024 von Pfarrer Andreas Domke aus Zehdenick, 29. März 2024
Bühnentalk auf der Grünen Wochen 2024 mit Ralf Schwieger - Warum die Kirche im Dorf eine Zukunft hat
"Der Sonnengesang des Franz von Assisi" - Worte, Bilder, Lichter, Klänge und Gesänge aus der Kirche Großwoltersdorf
//