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Die Weihnachtsstube erzählt

Die Weihnachtsstube erzählt

18.12.2022 | Gedanken zum 4. Advent von Gemeindepädagogin Ulrike Gartenschläger aus Oranienburg

Jedes Jahr, wenn die Adventszeit beginnt, gehe ich auf den Dachboden und hole die Kiste mit meinen Weihnachtsschätzen herunter. Nussknacker, Engel und Bergmann kommen zum Vorschein. Schon in der Weihnachtsstube meiner Kindheit hatten sie ihren Platz und schauten zu, wie wir Kinder die ersten Weihnachtslieder am Klavier einübten und am Heilgen Abend gespannt die Geschenke öffneten.

In einer Mappe finde ich Basteleien aus Transparentpapier. Wenn die bunten Sterne oder der Schneemann mit der roten Möhrennase jetzt an unseren Fenstern leuchten, dann sehe ich unsere Kinder vor mir, wie sie vor vielen Jahren am Tisch saßen und schnippelten und klebten und schließlich stolz ihre kleinen Kunstwerk präsentierten.
Auf unserem Tisch dreht sich unermüdlich eine kleine Pyramide – und erzählt ihre Geschichte: wie sie in DDR-Zeiten von liebevollen Händen im Erzgebirge gefertigt wurde…aber weil sie nicht ganz rund lief, vom Export ausgeschlossen wurde und schließlich als 3.Wahl in einem Kunstgewerbeladen stand. Und ich war überglücklich, eine solche Rarität kaufen zu können.

Und jetzt, zum 4.Advent, wird die Krippe aufgebaut: Die Hirten und Schafe, Maria und Joseph, und das Kind in der Krippe. Sie erzählen von der Liebe Gottes, die in diese Welt gekommen ist. Mitten in der Nacht in das Dunkel hinein. Mitten in die Kälte in den Häuser und in den Herzen. Zu allen, die sich sehnen nach Frieden und Gerechtigkeit. Das Christkind zaubert ein Lächeln in das Gesicht des alten Hirten. Ja, Gott ist da – ganz nah.

Die Weihnachtsstube erzählt - Gedanken zum 4. Advent von Gemeindepädagogin Ulrike Gartenschläger
erstellt von Stefan Determann am 17.12.2022, zuletzt bearbeitet am 14.01.2023
veröffentlicht unter: Andachten 2022

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