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Prädikantin Isabel Pawletta aus Gransee
Foto: Uwe Halling

Ein Lob vorab schafft Vertrauen

21.08.2022 | 10. Sonntag nach Trinitatis | Gedanken zum Wochenende von Prädikantin Isabel Pawletta aus Gransee

Was ist eigentlich so schlecht daran, den Tag schon vor dem Abend zu loben?
Ich finde es gut, dem Tag und den Menschen, denen ich begegnen werde, einen Vertrauensvorschuss zu geben.

Auch wenn am Montag die Schule wieder losgeht, werden meine Schüler*innen von mir hören, was für tolle Menschen sie sind und dass ich mich auf den Unterricht mit ihnen freue. Sie sollen sich wertgeschätzt fühlen, unabhängig von ihren Leistungen.

Manche wenden ein, man solle doch erst mal abwarten, statt sie grundlos „in den Himmel zu loben“. Das lese ich gern wortwörtlich und stelle mir vor, dass sich die Gelobten tatsächlich wie im Himmel fühlen: Dass sie erröten, weil sie erfahren, sie werden geliebt; dass sie ihre Versagensängste vergessen und mit einem stolzen Lächeln umherlaufen. Kann es etwas Schöneres für den Beginn eines neuen Lebensabschnittes geben?

Auch Gott ist ein großer Freund des Lobens. Sofort nachdem er den Menschen erschaffen hat, gibt er ihm die Bestnote „sehr gut". Dieses Kompliment spricht er aus, noch bevor sich der Mensch beweisen könnte. Es gilt einfach fürs Menschsein.

Die Bibel berichtet davon, dass jeder Mensch mindestens eine Gabe hat, die ihn zu etwas Besonderem macht. Deshalb können wir auch vorher loben. Nicht vorschnell, sondern im Vertrauen auf Gott.

Ich wünsche allen Schulkindern, dass ihre Eltern und Lehrkräfte stets das Gute in ihnen suchen und so oft wie möglich sagen: So wie du bist, bist du wunderbar!
erstellt von Stefan Determann am 19.08.2022, zuletzt bearbeitet am 14.01.2023
veröffentlicht unter: Andachten 2022

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