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Fast wie ein Happy End

Fast wie ein Happy End

Gedanken zu Trinitatis 2022 von Pfarrerin Christine Gebert aus Herzberg (Mark) | 12.06.2022

Es gibt Dinge, die sich gar nicht so leicht erklären lassen. Man stelle sich nur den neuen Kleiderschrank vor. Wie hätte man ihn je aufbauen sollen ohne Piktogramme in der Montageanleitung? Na gut, Profis können das. Aber die meisten von uns scheinen keine Profis zu sein. Denn es hat sich ein schier unendlicher Fundus an Erklärvideos angereichert, der für so ziemlich jede Lebenslage herhalten kann.

Dass es viel zu erklären und verstehen gibt, zeigen uns Videos vom Gartenanbau über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten einer Tomate bis hin zu Vorlesungen über die Gravitation. So in der Art kann sich der Gedanke an die Trinität auftun. Eigentlich ist der kommende Sonntag „Trinitatis“ ja so etwas wie ein vorläufiges „Happy End“- nun ist alles an seinem rechten Ort, Gott im Himmel, Jesus ist auferstanden, zu seiner Rechten und der Heilige Geist mitten unter uns.

Ist die Geschichte auserzählt? Offensichtlich nicht, das Kapitel öffnet sich erst mit all seinen vielen Seiten. Sozusagen die Ouvertüre, die nun den ganzen Sommer über in der Trinitatiszeit ausführlich entfaltet und befragt werden will. Aber warum auch nicht – wenn wir uns gegenseitig Videos drehen, um zu zeigen, wie man Zwiebeln schneidet, dann müssen wir auch noch keine „Glaubensprofis“ sein.

Gönnen wir uns die Zeit des Sommers digital oder analog, um neugierig zu sein auf das, was zwischen, über, unter und in Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist stecken mag.
erstellt von Stefan Determann am 10.06.2022, zuletzt bearbeitet am 14.01.2023
veröffentlicht unter: Andachten 2022

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